Mobile Payment auf SEPA-Lastschriftverfahren statt Kartenschemes.
Kontext
paymy war ein Mobile-Payment-Vorhaben über exigo capital mit einer für das damalige Marktumfeld ungewöhnlichen Ausrichtung: bewusst nicht auf Kartenschemes aufsetzend, sondern auf dem SEPA-Lastschriftverfahren – mit dem Ziel, die Transaktionskosten gegenüber kartenbasierten Systemen deutlich zu senken. Das Produkt adressierte sowohl Peer-to-Peer- als auch Merchant-Zahlungen.
Unterhalb von paymy saß die Plattform United Financial Systems (UFS) – ein eigenständiges Payment-Processing- und Bankenintegrations-Vehikel, an dem eine Beteiligung als Partner und CTO bestand (keine Gründer-Rolle). UFS stellte Prozessor und Bankenanbindungen, paymy setzte als Endkunden- und Händler-Anwendung darauf auf. Diese Trennung zwischen Plattform-Infrastruktur und Produktmarke hat sich später in vielen Fintech-Stacks wiedergefunden.
Beitrag
Gründung und CTO-Verantwortung für Produkt- und Plattform-Architektur auf der paymy-Seite; parallel Partner- und CTO-Rolle auf der UFS-Seite für die Processing-Schicht. Aufbau der Lastschrift-basierten Zahlungsabwicklung, Mandats- und Onboarding-Mechanik für Zahler und Händler, Konsumenten- und Händler-Schnittstellen. Zentrale Konstruktionsaufgabe: Umgang mit der SEPA-typischen Rückgabefrist von acht Wochen und dem daraus folgenden Händler- und Plattform-Risiko bei missbräuchlicher oder widersprüchlicher Einziehung – gelöst über Scoring, Limits und Mandatsprüfung.
Ende 2014 ausgestiegen, um sich anderen Themen zu widmen; die Domain paymy.de existiert weiter.